BILDUNG


Alle Kinder haben ein Recht auf bestmögliche Ausbildung

Es ist wie beim Fußball. Viele Fußballfans wissen vieles besser als der verantwortliche Trainer. Ähnlich dürfte es im Bildungsbereich sein. Nicht nur die betroffenen Kinder und Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen, Verantwortliche für die Bildungsrahmenbedingungen und die Schulstruktur, im Grunde hat jeder eine besondere, eine eigene Vorstellung. Der Eine fordert mehr Disziplin und Haltung. Die andere mehr multiprofessionelle Teams. In einem sind sich wohl nahezu alle einig. In Bildung darf und muss mehr investiert werden. 

 

Die Bildungsdebatte wird von viel Fachwissen, Theorien aus der Didaktik und Pädagogik und sehr viel Ideologie beeinflusst. Studien werden in Auftrag gegeben, Schulkonzepte ausgezeichnet, Ängste formuliert, Befragungen durchgeführt und vieles mehr. Ich für meinen Teil habe meine Grundsätze in einem Leitbild Bildung Bremen zusammengefasst, um mich der Debatte von diesem Standpunkt und mit dieser Haltung zu nähern. 

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LEITBILD BILDUNG BREMEN
Leitbild Bildung Freie Hansestadt Bremen
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Qualitätssteigerung in sämtlichen Bildungseinrichtungen

Die Ergebnisse nationaler und internationaler Vergleichsstudien sind für das Bundesland Bremen mit seinen beiden Großstädten im Vergleich zu den Ergebnissen anderer Großstädte und insbesondere der Flächenländer mindestens höchst bedenklich. Sicher ist, dass die Ergebnisse in einzelnen Stadtteilen sehr stark auseinanderdriften. Sicher ist auch, dass andere Großstädte in Deutschland und Europa auch in Flächenländern vor ähnlichen Herausforderungen wie Bremen stehen. Um so wichtiger ist es, dass wir dauerhaft und fortlaufend an einer Qualitätssteigerung in sämtlichen Bildungseinrichtungen arbeiten. Insofern müssen wir uns m. E. folgende Fragen stellen.

  • Gibt der Rahmenlehrplan die richtigen Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit? Haben wir ein gutes Konzept für die Schulqualität und geben den handelnden Personen wie Lehrer*innen und Schulleitungen die richtigen Werkzeuge an die Hand, um eigene gute und wirksame Schulkonzepte zu entwickeln?
  • In welcher Weise können die Hauptfächer Deutsch, Mathematik, die Fächer wie Sprachen, Naturwissenschaften, aber auch die wichtigen weiteren Fächer wie Geschichte, Erdkunde, Kunst, Musik und Sport heute modern und leistungsfördernd und leistungsfordernd unterrichtet werden? Welcher Kanon an Grundlagenfächern sollte trotz Profilbildung an den Schulen zum Kernbestand einer schulischen Ausbildung gehören?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, externe Partner strukturiert in den Unterrichtsaufbau zu integrieren, von multiprofessionellen Teams bis zu Kultureinrichtungen, Sportvereinen und öffentlichen, aber auch freien Bildungs- und Lehrangeboten wie beispielsweise im individuellen oder Gruppen-Musikunterricht.
  • Welche Werte und Erziehungsbausteine hinsichtlich Ernährung, Gesundheit, Umgangsformen, Kleidung etc. für die Lebensführung vermitteln wir unseren Kindern?
  • Wie können wir das Bildungssystem so aufbauen, dass Verantwortlichkeiten geklärt und transparent sind? Kompetenzen richtig eingesetzt werden und wirksame Instrumente auch aus Wirtschaftsprozessen wie Checklisten, Organigramme etc. eingesetzt werden?

Aus meiner eigenen Erfahrung ist mir deutlich geworden, an welchen Stellen die konkrete Zusammenarbeit zwischen beispielsweise einer senatorischen Behörde und der öffentlichen Immobiliengesellschaft möglicherweise noch vereinfacht werden könnte. In welchen Bereichen unsere Schulleitungen eine sinnvolle Unterstützung in z.B. Bau- und Sanierungsmanagement erhalten könnten und wo einfache Checklisten, geklärte Zuständigkeiten und klare Zielvereinbarungen Abläufe optimieren würden. Nach meinem Eindruck herrscht allenthalben ein sehr großes Engagement. Allerdings schränken nicht nur finanzielle Spielräume, sondern manches Mal auch organisatorische Details eine stringente Umsetzung unnötig ein. Die übergeordnete Klärung der/ einiger o.g. Punkte könnte meines Erachtens ohne einen großen zusätzlichen finanziellen Aufwand bereits nachhaltige Steigerungsmöglichkeiten bieten.

Fokussierung auf Leistungssteigerung

Unsere Kinder haben ein Recht auf eine gute Ausbildung. Schulisch und später beruflich, damit sie in die Lage versetzt werden, ein selbstbestimmtes freies Leben zu führen. Insofern sollten wir alles daran setzen, dass jede Schülerin und jeder Schüler das Beste aus sich herausholen kann und dabei unterstützt wird. Durch gute Rahmenbedingungen. Manchmal durch eine individuelle Betreuung. Übergreifend durch kindgerechte, gut durchdachte Bildungskonzepte. Mit dem Fokus auf eine hohe Qualität und eine gute Leistung. Es soll keiner zurückgelassen werden. Allerdings muss auch eine Bereitschaft dazu bestehen. Diese sollte eingefordert werden. Ohne Druck, aber mit Überzeugungskraft. Werteorientiert. Für eine gute Zukunft. Für unsere Kinder.

Herstellung von Bildungsgerechtigkeit

Ich bin kein Pädagoge, sondern Diplom-Jurist und Vater zweier Kinder. Gleichwohl möchte ich mich als unmittelbar Betroffener und in der Schule und Bildungspolitik Engagierter an der Debatte beteiligen. Warum? Weil mich doch einiges mit Sorge erfüllt. Hinsichtlich der Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft.

 

Es gibt sicher einen großen Unterschied, ob einem Kind bereits in frühester Kindheit diverse Angebote unterbreitet wurden bzw. werden konnten, vorgelesen wurde, viel Liebe und Hingabe in die Erziehung gesteckt wurde. Oder, wenn ein Kind vom Lebensbeginn oder auch erst später mit zwei oder gar mehr Sprachen in der Familie aufwächst. Oder, wie die Mediennutzung in der Familie gestaltet wird. Hier gibt es strukturelle Ungleichheiten. Hier gibt es auch Erfordernisse, Ungleichheiten ungleich zu behandeln. Allerdings dürfen Eltern und deren Kinder, die einfachere oder bessere Bedingungen genießen oder gestalten können, nicht das Gefühl bekommen, dass sie bestraft würden, indem sämtliche Verstärkungsmittel nur noch in Schulen in Lagen mit besonderen Herausforderungen investiert werden. Auch Eltern von Kindern, die in Wohngegenden wohnen, in denen häufig beide Eltern einer Berufstätigkeit nachgehen, Steuern bezahlen, fleißig und engagiert sind, gibt es eine Verantwortung für deren Kinder. Auch Schulen in bevorzugter oder mittlerer Lage sind heutzutage gewaltigen Herausforderungen ausgesetzt. Auch an diesen Schulen finden Integration, Inklusion und die Bewältigung manch sozialer Herausforderungen statt. Auch diese Schulen müssen saniert und instandgehalten werden oder ausreichende personelle Ressourcen erhalten.

 

Um es deutlich zu sagen, was ich bisher in Gesprächen erfahren habe, ist allerorten allergrößtes Verständnis vorhanden, um die großen Belastungen in manchen Stadtteilen auch verstärkt und mit großem, auch finanziellem Einsatz anzugehen. Es sollte jedoch aus meiner persönlichen Sicht eben auch diskutiert werden, ob und in welcher Weise Integration, Inklusion und die vielen weiteren hinzutretenden sozialen Härten gesamtgesellschaftlich und nachhaltig vernünftig im Sinne aller Menschen, aller Kinder gelöst werden können.

 

In einer Schule, in der nahezu alle Schüler*innen einen Migrationshintergrund haben, Ostern und Weihnachten nicht gefeiert und daher besser in Frühlings- und Winterfest umbenannt werden (müssen, weil keiner den Hintergrund wahrnimmt, versteht oder akzeptieren möchte), ist aus meiner Sicht die Grenze der Integrationsfähigkeit hin zu einer europäischen Identität erreicht und wir müssen dies auch deutlich kommunizieren und mit anderen Lösungen steuernd eingreifen. 

 

Aus meiner Sicht heißt dies auch, über Regeln zu debattieren. Konsequenzen, wenn diese nicht eingehalten werden. Eine Diskussion über unsere Werte zu führen und diese Werte auch zu verteidigen. Die Gleichstellung von Mann und Frau. Unser humanistisches Weltbild. Unsere Geschichte voller Höhen und Tiefen. Unser Grundgesetz und die Regeln zum Zusammenleben. 

 

Im Ergebnis müssen wir aus meiner Sicht die soziale Stadtentwicklung in der Wohnbaupolitik, in der Stadtteil- und Quartiersentwicklung und manche gesamtgesellschaftlich schwierige Diskussion ernsthaft, intensiv und respektvoll führen. Auch diese Faktoren haben Einfluss auf unseren Bildungserfolg.


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WAS DENKEN SIE. GEMEINSAM KÖNNEN WIR ETWAS BEWEGEN.

Was haben Sie für Ideen für das Bildungswesen in Bremen? Schreiben Sie mir unter hallo@patrickstrauss.de.

 

Ich freue mich auf Ihre Anregungen und den Austausch.


Kontakt

Patrick Strauß

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28209 Bremen

 

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