STADTENTWICKLUNG


Substanzerhalt und Wachstum

Nach einer aktuellen Studie des Instituts für Wirtschaft und Arbeit (IAW) an der Universität Bremen wächst Bremen aktuell bei zwei Bevölkerungssegmenten. Zum einen ziehen verstärkt Menschen aus EU-Beitrittsländern nach Bremen, zum anderen gewährt der Staat Menschen aus Regionen dieser Welt in denen Krieg, Folter, Misshandlungen, Verfolgung oder schlimme wirtschaftliche Not herrschen, Zuflucht. Teilweise vorübergehend, teilweise dauerhaft. Für die soziale Stadtentwicklung ist es von überragender Bedeutung, dass dieses Bevölkerungswachstum stadtweit gesteuert wird und die Integrationsfähigkeit erhalten bleibt. Darüber hinaus ist es von zentraler Bedeutung auch einem qualitativen Wachstum des Landes Vorschub zu leisten. Die hier lebenden Menschen sollen sich weiterhin in "Ihrer" Stadt und Heimat wohlfühlen. Die Baukultur, also Häuser und Wohnungen, aber auch die Baudenkmäler, sowie die Infrastruktur, also Straßen, Wege, Plätze, Fahrradwege und Grün- und Erholungsflächen müssen qualitätsvoll weiter entwickelt werden. Die soziale Infrastruktur wie Bäder, Kliniken, Kindergärten, Schulen, das kulturelle Angebot uvm. müssen instand gehalten, modernisiert, erhalten und ggf. ausgebaut werden. Das Ziel muss sein, dass auch in der EU- und bundesweiten Wanderung wieder verstärkt sog. "Mittelschicht"-Familien auch in den Grenzen unseres Stadtstaates Wohnraum suchen und auch finden. Aktuell besteht ein großer Wettbewerbs- und Nachfragedruck auf dem Wohnungsmarkt insbesondere auch im geförderten (Sozial-) Wohnungsbau. Hier dürfen die Anstrengungen auf der einen Seite nicht nachlassen, auf der anderen Seite muss auch der Bestand sorgsam und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden.

Im Kern geht es also darum, dass wir alles dafür tun müssen, dass sich BREMEN und BREMERHAVEN in allen Stadtteilen gleichwertig weiterentwickeln. Der sozialen Stadtentwicklung kommt insofern eine besondere Bedeutung zu und sollte von folgenden Zielen entwickelt werden:

  • Verhinderung von Parallelgesellschaften
  • Behutsame Flächenentwicklung unter Erhalt der Lebensqualität auch im Bestand
  • Erhalt und Ausbau der Infrastruktur 

Wie könnte es gehen?

In den Stadtteilen

  • Stärkung des Entscheidungsspielraumes und der Verantwortlichkeit der Beiräte, Ausweitung der stadtteilverwendbaren Budgets.
  • Standardisierung des Informationsaustausches zwischen Beiratsmitgliedern, den Parteigliederungen und den Bürgerinnen und Bürgern.
  • Vernünftige, nachvollziehbare Entscheidungsfindung der Senatsressorts in enger, früher Abstimmung mit den betroffenen Beiräten.
  • Permanente Fortbildung und Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ortsämtern.
  • Pflege und Erhalt der öffentlichen Infrastruktur wie Straßen, Radwege, Schwimmbäder, Sportstätten.
  • Ausbau der Schulen zu Leuchttürmen der Begegnung im Stadtteil.

Wir können uns alle in unserem Stadtteil engagieren. In der Stadtteilpolitik. In der ehrenamtlichen Arbeit. Oder indem wir achtlos weggeworfenes Papier nicht als Ärgernis nehmen, sondern aufheben. Wir sind verantwortlich. Wir können gemeinsam etwas bewegen. Kaufen wir bei unserem Händler um die Ecke. Beauftragen wir den Handwerker vor Ort und stärken die Läden in der Nachbarschaft.

Gesamtstädtisch

  • Integration gelingt dort am besten, wo Integratoren sind. Menschen, die zur Integration bereit sind. Nicht dort, wo die günstigsten Mieten sind.
  • Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das Grundgesetz gilt. Und wir haben Regeln, die durchzusetzen sind. Gegenüber Jedermann, und jeder Frau. Rechte und Pflichten. In der Tradition der Aufklärung und mit humanistischen Werten.
  • Diskutieren wir unsere deutsche, unsere europäische Identität. Entwickeln wir ein Leitbild für das Miteinander. Für die Aufnahme. Für Einwanderung und ihre Bedingungen. Tun wir bitte nicht so, als könnten wir das Elend der ganzen Welt in Bremen retten. Wir können uns anständig verhalten und unseren Einfluss nutzen. Für die Menschen "binnen" Bremen. Und, wenn wir die Kraft haben, für die Menschen "buten" Bremen. Überstrapazieren wir nicht die Integrationsfähigkeit.
  • BREMEN muss sozial weiterentwickelt werden. Das beginnt bei der Einhaltung von Regeln, die es aufzustellen und durchzusetzen gilt. Und endet nicht bei gegenseitigem Respekt und Achtung des Nächsten. Freundlichkeit. Höflichkeit. Ein angemessenes Benehmen sind ein guter Anfang.
  • Polizei und Justiz haben den Rechtsstaat wirksam zu verteidigen. Hierzu müssen sie zu jeder Zeit in der Lage sein.

Wir sind alle für eine gelingende Integration verantwortlich. Für ein gutes Miteinander. Nicht die anderen. WIR. Die Politik setzt die Rahmenbedingungen. Wir füllen diese aus. In Deutschland und in Europa. Akzeptieren wir Andersartigkeit, aber keine Regelverstöße. Denken wir jedoch immer daran, dass auch wir möglicherweise schon mal gegen die Regeln verstoßen haben. Bei meiner Bewertung versuche ich Maß zu halten.

Sprechen wir mit Flüchtlingen. Nicht über sie. Unterstützen wir die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfer. Sie engagieren sich.

 

Kürzlich stand vor mir im Kiosk ein Mann mit einer anderen Hautfarbe. Vor Ihm wurden in einem Zeitungsständer Ausgaben einer großen deutschen Boulevardzeitung mit vier Buchstaben angeboten. Auf der Titelseite stand "50 Flüchtlinge gehen auf Polizisten los". Ich dachte, was muss dieser Mann vor mir wohl denken. Das Auftreten dieser Menschen gegenüber der deutschen Staatsgewalt mag völlig unangemessen und abscheulich sein. Dieser Titel dürfte aber sehr viele andere Menschen ebenfalls in Verruf bringen, die überhaupt nichts dafür können. Und eine solche Medienberichterstattung trägt aus meiner Sicht eben auch in keinster Weise zu einem besseren Zusammenleben bei. Zivilcourage könnte sein, dass ein Kiosk solche Zeitungen, mit solchen Titelgeschichten, ähnlich verstohlen an einen Ort legt, wie beispielsweise, die aus der Zeit gefallenen sog. Herren-Magazine. Ein solches Vorgehen würde unsere Gesellschaft menschlicher machen, denn auch wir wollen sicher nicht in solcher Weise herabgesetzt und in Sippenhaft genommen werden.


Wahlprogramm und Ziele FREIE WÄHLER Bremen

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Wahlprogramm FREIE WÄHLER Bremen
Kurzfassung
STADTENTWICKLUNG UND VERKEHR_FREIE_WÄHLE
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Ich freue mich auf Ihre Anregungen und den Austausch.


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Patrick Strauß

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