WIRTSCHAFT


Menschengerechtes Wachstum unter Erhalt der Lebensgrundlagen

Im Jahr 2017 hat die Wirtschaft in BREMEN ein beachtliches Wachstum verzeichnen dürfen. In den verschiedenen Clustern Maritime Logistik, Raumfahrt, Windenergie, aber auch in den Bereichen Baugewerbe, (Außen-) Handel und Dienstleistungen ist Bremen offenbar sehr erfolgreich und es wurden die richtigen Weichen in den vergangenen Jahren zu einem Strukturwandel gestellt. Traurig für die ehemalige "STADT DER MARKEN" ist der sukzessive Abbau, Wegzug und die Verringerung der Mitarbeiterzahlen und Produktionskapazitäten in der Lebensmittelbranche. Seit Jahrzehnten leidet Bremen in besonderer Weise von dem Abgang von Entscheidungsträgern und -Unternehmenszentralen. Die Entscheidungen über die unternehmerische Strategie werden bei Unternehmen wie ehemals Beck & Co., Hachez, Kelloggs, Coca-Cola, Mondelez (ehemals Kraft Jacobs Suchard, vormals Jacobs Kaffee), Eduscho, Eggers & Franke uvm. nicht mehr in Bremen getroffen. Das ist schade, aber offenbar unvermeidlich im globalisierten Verdrängungswettbewerb. Die Frage könnte sein, ob man mehr für den Erhalt von Konzernzentralen hätte tun können. Letztlich ist das Vergangenheit. Heute geht es darum, dass wir die richtigen Weichen für die Zukunft der Bremer und Bremerhavener Unternehmen und ihrer Beschäftigten stellen.

Stellen wir heute die Weichen für eine positive Zukunft der Bremer und Bremerhavener Unternehmen und der Beschäftigten in unserem Land.

AKTIVE STANDORTPOLITIK UND AUSSENWERBUNG

Die Kampagne BREMENerleben war und ist gut. Der ehedem Verantwortliche, Dr. Klaus Sondergeld, hat hier damals eine gute Arbeit geleistet. Ähnlich wie das zumindest bei mir seinerzeit beliebte Baustellenmarketing mit dem Maskottchen "Buddel". Allerdings wird dringend eine ggf. darauf aufbauende neue umfassende Stadtmarketing-Kampagne benötigt. Ein sympathischer Claim für die Stadt. Die Marke BREMEN und die der Schwesterstadt BREMERHAVEN benötigen sicher kein teures, neues Logo, sondern vielmehr eine eingängige, gut bebilderte und digital abgestimmte Marketing-Strategie. Für Innen und Außen. Mich wundert immer wieder, dass in sämtlichen Bremer Behörden, in Krankenhäusern, an der Universität Bremen, den Hochschulen, in den weiteren Bildungseinrichtungen letztlich überall ein eigenes, scheinbar  wenig abgestimmtes Marketing und eine eher unabgestimmte Gesamt-Markenführung erfolgen. Wo, wenn nicht in einer Stadt, einem eigenen Land BREMEN kann man einen stringenten Markenaufbau umsetzen. Damit sich die Menschen mit Ihrer Stadt identifizieren. Damit man eine positive Außenwirkung erzielt. Hier können wir besser werden. Mein konkreter Vorschlag ist, dies mit einem gemeinsamen Ziel zu verknüpfen und bspw. eine Bewerbung als KULTURHAUPTSTADT EUROPAS unter dem Motto INKLUSIV. INNOVATIV. UND NACHHALTIG. zu verknüpfen. Warum? Vielleicht, 

  • weil BREMEN eine barrierefreie, inklusive Stadt werden will, in der alle Menschen gerne zusammen leben;
  • weil BREMEN in Industrie, Handwerk, Handel, Forschung und Wissenschaft. In den Bildungseinrichtungen. In den Ausbildungsstätten. In der beruflichen Bildung. Und in der schulischen Bildung. Überhaupt in vielen Bereichen innovativ und zukunftsorientiert ist.
  • Und schließlich, weil BREMEN nachhaltig wachsen muss. Was nützt uns Wachstum, ohne die Menschen mitzunehmen. Ohne unsere Umwelt zu erhalten. 

Wenn Bremen attraktiv ist, und wenn Bremen weiter seine guten Handelsbeziehungen in alle Welt pflegt und ausbaut, und insbesondere die Herausforderungen einer modernen Großstadt nicht nur gut, sondern vielleicht sogar besser als andere Städte löst, dann wird Bremen nachhaltig qualitativ und auch quantitativ wachsen. Mit der Region. Im ganzen Nordwesten, um und zwischen Bremen und Bremerhaven.

EFFEKTIVE VERWALTUNG UND ABBAU BÜROKRATIE

Bremen ist bundesweiter Vorreiter im sog. E-Government und hat eine ressortübergreifende, verantwortliche Arbeitsgruppe für eine effektive Verwaltung eingerichtet. Eine Vereinfachung der Bearbeitung von Geburtsanzeigen mit einem automatisierten Verfahren zur Eltern- und Kindergeldbeantragung ist hier sicher ein guter Anfang, der gemacht ist. Aufgetretene Probleme wie im Stadtamt Bremen oder bei der Bewilligung von (Ausnahme-) Genehmigungen im Logistik- und Fuhrparkmanagement wurden offenbar gelöst, werden aber sicher immer mal wieder auftreten, weil nicht alles immer zu aller Zufriedenheit in einem Land laufen kann. Manches Mal gibt es auch widerstreitende Interessen.

 

Deutliches Verbesserungspotential gibt es - soweit länderbezogen möglich - im Abbau von Bürokratie bzw. in der Erbringung von Dienstleistungen, wobei hier immer Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen sollte, wie gerade der zuletzt bekannt gewordene Skandal in einer Bremer Außenstelle einer Bundesbehörde eindrücklich gezeigt hat.

 

Von der Steuergesetzgebung bis zur Detailverliebtheit mancher gesetzlicher Regelungen kann sich Bremen auch weiterhin für einen Abbau von Bürokratie auch auf Bundesebene einsetzen.

GEMEINSAME WEITERENTWICKLUNG DES FORSCHUNGS-, WISSENSCHAFTS- UND WIRTSCHAFTSSTANDORTES

Bremen und Bremerhaven haben einen besonderen Schwerpunkt in den Bereichen Forschung und Wissenschaft. Neben der UNIVERSITÄT BREMEN, den Hochschulen in Bremerhaven und Bremen von der HOCHSCHULE BREMERHAVEN, der UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES/ HOCHSCHULE BREMEN über die Hochschule für Künste und Musik inklusive Akademie für Alte Musik bis hin zur Hochschule für Öffentliche Verwaltung, der Jacobs University, der Deutschen Verkehrsakademie, diversen Forschungsinstituten wie bspw. dem weltweit anerkannten Alfred-Wegener-Institut, dem IFAM oder dem ZARM mit dem eindrucksvollen neuen Bremer Wahrzeichen, dem Fallturm uvm. hat Bremen ein beachtliches Angebot an Wissenschaftseinrichtungen. Die UNIVERSITÄT BREMEN hat das erklärte Ziel, den Status einer Exzellenz-Universität wieder zu gewinnen. Mit dem ECOMAT werden neue vertiefende Synergien zwischen Industrie und Forschung erprobt. 

  • Erhalt und Ausbau der diversen Wissenschaftseinrichtungen in Bremen und Bremerhaven
  • Übergreifendes Standortmarketing als Forschungs- und Wissenschaftsstandorte
  • Unterstützung und weiterer Ausbau der Netzwerke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
  • Proaktive Flächenentwicklung zur weiteren Ansiedlung von Forschungseinrichtungen und dem Ausbau auch der Lehr- und Lernmöglichkeiten an den Wissenschaftseinrichtungen 

Die mittelständisch geprägte Wirtschaft, aber auch Werke nationaler und internationaler Konzerne prosperieren derzeit. Die Gewerbeflächenentwicklung in Bereichen der Airport-City, der Überseestadt, im Technologiepark, an der Hansa-Linie oder im Güterverkehrszentrum entwickeln sich stetig weiter. Für weitere Areale wie das Coca-Cola/Könecke-Gelände, die Flächen in und um die ehemaligen Brinkmann-Hallen oder auch in Bremen-Blumenthal auf dem hochattraktiven Gelände der ehemaligen Bremer Wollkämmerei laufen intensive, teils dringend erforderliche Planungsprozesse. Inwieweit Entwicklungsmöglichkeiten in Bestandsgewerbegebieten wie bspw. in der Bayernstraße, im Hemelinger Hafen, im Bremer Westen von den Häfen bis zum Gewerbegebiet Schragestraße rund um das Sander-Center bestehen, wird fortlaufend diskutiert. In Bremerhaven wurden in den vergangenen Jahren erfolgreiche Projekte in den Havenwelten, rund um den Neuen Hafen, beim Schaufenster Fischereihafen, aber auch auf der Luneplate umgesetzt. Nicht alle Erwartungen haben sich erfüllt. Manche Projekte haben Größenordnungen, die eine gründliche Vorarbeit erfordern wie bspw. der OTB Bremerhaven. Manche Projekte könnten gefühlt in der Umsetzung optimiert werden, wie bspw. der sog. Ringschluss der A281.

 

Von der Innenstadt bis in die Stadtquartiere und Nebenzentren verändert Bremen derzeit sehr stark sein Gesicht. Neue Herausforderungen im Handel wie der Siegeszug des Online-Handels bergen Chancen und Risiken. Mit dem START-HAUS will Bremen seine Gründungsszene verstärken. In der Kreativ- und Kulturwirtschaft etabliert sich Bremen weiter als attraktiver Standort. Erfolgreiche Unternehmen aus der IT- und Medienbranche sind Pulsgeber des Standortes. Wichtig wird sein, dass wir in den nachfolgenden Feldern weitere Aktivitäten unternehmen.

  • Erhalt und Pflege des dualen Ausbildungssystems 
  • Ausbau und Fortentwicklung der Cluster-Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Bestandswirtschaft
  • Stärkung der lokalen Handwerkerbetriebe und Einzelhändler durch Unterstützungs- und Fortbildungsangebote insbesondere in den Bereichen Standortpflege und Chancen der Digitalisierung
  • Stärkung der mittelständischen Betriebe in Industrie, Handel, Logistik etc. durch eine vorausschauende Flächen- und Standortentwicklung
  • Übergreifendes Gewerbeflächenentwicklungskonzept
  • Erhalt und Pflege der Infrastruktur
  • Übergreifendes Verkehrsentwicklungs- und Parkraumnutzungskonzept insbesondere in den Innenstädten, Logistikschwerpunkten und Gewerbegebieten wie bspw. der Überseestadt
  • Proaktive Ansiedlungspolitik und weitere enge Abstimmung im Kommunalverbund Bremen-Niedersachsen und in der Metropolregion Nordwest
  • Pfiffiges Stadtmarketing-Konzept
  • Allgemeine Attraktivitätssteigerung und Fortentwicklung des Landes unter besonderer Berücksichtigung der Gewinnung von Fach- und Führungskräften (z.B. Steigerung des Leistungsniveau im Bildungsbereich, Ausweisung attraktiver Wohnflächen, Weiterentwicklung der sozialen Stadtentwicklung in den Quartieren etc.)

Wahlprogramm und Ziele FREIE WÄHLER Bremen

ARBEIT UND WIRTSCHAFT

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Wahlprogramm FREIE WÄHLER Bremen
Kurzfassung
ARBEIT UND WIRTSCHAFT_FREIE_WÄHLER_BREME
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WAS DENKEN SIE. GEMEINSAM KÖNNEN WIR ETWAS BEWEGEN.

Was haben Sie für Ideen im Bereich Arbeit und Wirtschaft in Bremen? Schreiben Sie mir unter hallo@patrickstrauss.de.

 

Ich freue mich auf Ihre Anregungen und den Austausch.


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Patrick Strauß

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